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Schrift gestalten
 

Bevor ich mich für eine Schrift entscheide, sollte ich mir darüber klar sein, wie ich auftreten und was und wen ich damit erreichen will. Soll die Site modern wirken, seriös, schrill, persönlich oder kühl ... das ist wichtig, denn genau so können auch Schriften sein. Die Courier z. B. hat eine persönliche Wirkung - die gute alte Schreibmaschine im Web. Die Times kennt jeder aus der Tageszeitung. Zeitlos und modern ist die hier verwendete Verdana. Es gibt aber mehr Unterschiede als diese:
 
Schriften mit und ohne .:: Serifen ()::., auch als "serif" und "sans serif" bezeichnet. Die im Web am meisten verwendete Serifenschrift ist die Times, dann kommt die Courier. Als serifenlose Webschriften sind die Verdana, Arial und Helvetica sehr verbreitet. Das ist so, weil diese Schriften als Systemschriften auf jedem PC oder Mac installiert sind. Um ganz sicher zu gehen, dass die gewünschte Schrift angezeigt wird, werden im Font-Tag der Reihenfolge nach Alternativen angegeben. Die Times wird angezeigt, wenn keine Schrift definiert wird.
 
Bsp:
<font face="Verdana,Arial,Helvetica">Text</font>
 
Schrift kann man auch in Proportionalschriften und dicktengleiche Schriften einteilen. Die Dickte ist die feste Breite eines Buchstaben, dicktengleich ist die Courier: jedes Zeichen der Schrift nimmt die gleiche Breite ein, egal wie breit der .:: Buchstabe ::. ist. Daher sind die Abstände zwischen den schmalen Buchstaben der Schrift größer als die zwischen den breiten. Anders die Proportionalschrift - bei ihr haben die Buchstaben eigene Proportionen, lassen sich nicht alle in eine Schublade stecken, sozusagen.
 
Die .:: Laufweite ()::., das ist der Abstand zwischen den Buchstaben, kann man ändern. Das funktioniert mit .:: CSS ::. oder wenn der Text als .:: Grafik ::. eingesetzt wird. Die einzige Möglichkeit mit HTML, die Laufweite zu vergrößern, sind Leerzeichen zwischen den  Z e i c h e n. Die Laufweite hat eine größere Bedeutung im Printbereich.
 
Überschriften, besonders zu betonende Wörter und auch Textpassagen können durch Änderung der Schriftgröße hervorgehoben werden, was im Fließtext aber, wie hier sichtbar, einen unregelmäßigen Zeilenabstand zur Folge hat. Eine andere Möglichkeit ist die Textauszeichnung.

Möglichkeiten der Auszeichnung:

  • s p e r r e n
  • VERSALIEN, KAPITÄLCHEN
  • Schriftfarbe
  • unterstreichen
  • hochstellen oder tiefstellen
    (vermeiden: nicht für Netscape und Opera)
  • . : : Sonderzeichen : : .
  • bold, fett
  • italic, kursiv

Die Auszeichnung italic gefällt mir im Web überhaupt nicht. Wie man oben sieht, verliert die Schrift an Qualität, noch schlimmer wird es bei zunehmender Schriftgröße. Alle Auszeichnungen sind miteinander kombinierbar. Ich mag besonders bold in bunt mit Sonderzeichen. Verboten sind - auf jeden Fall auf meinen Seiten - bold und italic zusammen: schüttel
 
Ein typographisch gut gestalteter Text wird das Auge des Lesers nicht anstrengen, sondern es führen. Meist reicht schon eine Schriftart aus, um einen Text ansprechend zu gestalten. Bei der Kombination mehrerer Schriften ist darauf zu achten, dass diese miteinander harmonieren. Harmonie bedeutet aber nicht unbedingt Ähnlichkeit: Kontraste sind erwünscht, ansonsten könnte man ja bei einer Schrift bleiben. Im Internet ist es besonders wichtig, dass der Leser schnell ein Prinzip hinter der Schriftwahl erkennt, weil anders als bei Drucksachen ja auch noch Textlinks hinzukommen, welche einer logischen Handhabung und Navigation der Site dienen sollen.



 
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